Handelsbegriffe

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    • EEX (European Energy Exchange)

      Öffentlich-rechtliche europäische Energiebörse mit Sitz in Leipzig. Seit Sommer 2000 wird am dortigen Spotmarkt Strom gehandelt. Am Day-Ahead-Auktionsmarkt können Kauf- und Verkaufsgebote für Einzelstunden und Blöcke platziert werden. Aus den stündlichen Spotmarktpreisen wird der Phelix als täglicher Strompreisindex gebildet. Neben dem Day-Ahead-Auktionsmarkt gibt es den kontinuierlichen Day-Ahead-Handel, wo Kauf- und Verkaufsaufträge für Blöcke auf Grundlast und Spitzenlast platziert werden. Der an der EEX gebildete Börsenpreis dient als Referenzpreis für den deutschen Strommarkt, zunehmend auch für andere europäische Strommärkte. Rund 17% des deutschen Stromverbrauchs werden derzeit an der EEX im Spotmarkt gehandelt – Tendenz steigend. Am Terminmarkt der EEX können standardisierte Futures gehandelt werden. Monats-, Quartals- und Jahresfutures werden mit dem Phelix als Basispreis angeboten. An der EEX wird ausser mit Strom auch mit Gas, Kohle und Emissionszertifikaten gehandelt. Komplettiert wird das Angebot um börsennahe Dienstleistungen, wie z. Bsp. das Clearing ausserbörslicher Geschäfte. Grösste Aktionäre sind die Eurex Zürich AG (23%), Nord Pool ASA (17%) sowie die Sachsen LB (17%)
    • Eigenhandel

      Im Gegensatz zum Eigengeschäft ist der Eigenhandel kapitalmarktrechtlich erlaubnispflichtig (Aufsicht durch die BAFin). Der Händler bietet sich erkennbar an und hält sich bereit, Finanzinstrumente im eigenen Namen und auf eigene Rechnung, aber auf Veranlassung eines Dritten zu kaufen oder zu verkaufen
    • Emissionen

      Schadstoffe, die an die Umwelt abgegeben werden, bezeichnet man als Emissionen. Diese können Luftschadstoffe, Radioaktivität aber auch Staub und Lärm sein. Durch Gesetze und Verordnungen werden Emissionen begrenzt
    • Emissionshandel

      Handel mit Emissionsrechten bzw. -zertifikaten als zentrales Instrument des Kyoto-Protokolls 1997 zur Reduzierung des Ausstosses von Treibhausgasen. In Europa wurde der Handel mit Emissionsrechten im Jahr 2005 eingeführt und erfasst Anlagenbetreiber aus den Bereichen Feuerungsanlagen (insbesondere Kraftwerke), Raffinerien, Kokereien, Eisen- und Stahlwerke sowie Zement-, Glas-, Kalk-, Ziegel-, Keramik-, Zellstoff- und Papierindustrie. Durch eine zunehmende Verknappung der Zertifikate werden die Unternehmen zur Reduktion des CO2-Ausstosses veranlasst. Unternehmen, die ihre Produktion in Bezug auf die CO2-Emissionen bereits effizienter gestaltet haben sind berechtigt, ihre nicht benötigen Zertifikate an andere Unternehmen weiter zu verkaufen. Es können aber auch Zertifikate aus den so genannten flexiblen Mechanismen erworben werden. Hierbei ist es möglich, in Entwicklungs- und Schwellenländern das CO2 zu mindern und die entsprechenden Zertifikate in das europäische Handelssystem zu übernehmen. Die Reduzierung des CO2-Ausstosses wird durch den Emissionshandel nicht mehr nur über Verbote und Grenzwerte reguliert, sondern findet dort statt, wo sie am wirkungsvollsten realisiert werden kann. Die erste Handelsperiode erstreckte sich über die Jahre 2005-2007, die zweite betrifft 2008-2012. Siehe auch EUA

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